Der Gebrauch von künstlichen Saugern (wie Flaschen und Schnullern) kann das Stillen beeinträchtigen und zum vorzeitigen Abstillen führen. Hier sind einige mögliche Folgen:
- Saugverwirrung: Die Form eines künstlichen Saugers unterscheidet sich von der mütterlichen Brust. Dies kann dazu führen, dass das Baby Schwierigkeiten hat, zwischen dem künstlichen Sauger und der Brust zu wechseln. Dies kann zu Problemen beim Anlegen und zu einer falschen Saugtechnik an der Brust führen, was Schmerzen bei der Mutter verursacht und die Milchaufnahme des Babys erschwert.
- Verringerung der Saugeffizienz: Das Saugen an der Brust unterscheidet sich grundlegend vom Saugen an einer Flasche. An der Brust muss das Baby aktiver arbeiten, um Milch zu gewinnen, was die Milchproduktion anregt und die Mundmuskulatur stärkt. Der häufige Gebrauch von künstlichen Saugern, die einen leichteren Milchfluss ermöglichen, kann die Saugeffizienz an der Brust verringern und zu einer unzureichenden Milchbildung führen.
- Rückgang des Milchangebots: Stillen funktioniert nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Das bedeutet: Wenn das Baby an der Brust trinkt, stimuliert es die Milchproduktion. Wenn das Baby die Milch stattdessen leichter aus einer Flasche erhält, wird die Brust nicht mehr ausreichend stimuliert, was die Muttermilchproduktion reduzieren kann.
- Mögliche gesundheitliche Probleme: Der längere Gebrauch von künstlichen Saugern (insbesondere Schnullern) kann mit einem höheren Risiko für Mittelohrentzündungen, Sprach- und Zahnfehlstellungen verbunden sein und die korrekte Entwicklung des Gaumens und des Kiefers beeinträchtigen.
Dies ist eine familiäre Entscheidung. Besprechen Sie das Thema mit allen Beteiligten. Falls Sie sich für die Verwendung entscheiden, achten Sie genau auf Veränderungen im Saugverhalten oder Anzeichen von Brustverweigerung.
Es gibt kein „sicheres Alter“ für die Einführung künstlicher Sauger!
Liebe Grüße
Fernanda Perin
